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  Stralis
SCR Durch die Selective Catalytic Reduction werden Stickoxide (NOx) in Abgasen reduziert. Zum Ablauf der Reaktion wird Ammoniak (NH3) - auch als Urea oder Ad-Blue bekannt - benötigt. Die Produkte der Reaktion sind Wasser (H2O) und Stickstoff (N2). In der Fahrzeugtechnik wird der benötigte Ammoniak in Form einer 32.5%igen, wässrigen Harnstofflösung in separaten Tanks mitgeführt. Die Lösung wird vor dem SCR-Katalysator mittels Dosierpumpe oder Injektor in den Abgaststrang eingespritzt. Der Verbrauch an Harnstoff-Wasser-Lösung beträgt, abhängig von der Rohemission des Motors, etwa 2 bis 8% des eingesetzten Dieselkraftstoffs.
Servolenkung Zur Reduzierung der Lenkradkräfte verfügen alle LKW über eine so genannte Servolenlung (dienen = Lateinisch: servo). Im Nutzfahrzeug handelt es sich um ein hydraulisches System mit einer vom Motor angetriebenen Pumpe, dem Ölvorratsbehälter, dem Servoventil, dem Hydraulikzylinder sowie den dazugehörigen Druckleitungen. Dreht der Fahrer das Lenkrad, wird eine Torsionsfeder ausgelenkt und gibt am oberen Ende Ventilöffnungen frei, die den Strom der Hydraulikflüssigkeit freigeben, der weiter unten im System die Bewegung verstärkt. Weil die Servopumpe ständig läuft - auch bei Geradeausfahrt - und dabei Verluste produziert, geht man dazu über, elektrische Pumpen einzubauen, die nur bei bedarf fördern.
Servoshift Eine pneumatische Schaltkraftunterstüzung bei ZF-Getrieben, die Schaltkräfte und -wege deutlich reduziert.
Splitgruppe Siehe Vorschaltgetriebe
SRS Das Supplemental Restraint System (Ergänzendes Rückhalte System) umfasst Airbagsystem, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer. Die Bezeichnung macht auch deutlich, dass der Airbag seine volle Wirkung nur in Verbindung mit dem angelegten Sicherheitsgurt erzielen kann.
STC Stability Traction Control; siehe ASR.
Super-Single-Reifen (Superbreitreifen) "SuSI" Ein LKW-Reifen mit Überbreite, der statt eines Zwillingsreifens zum Einsatz kommt. Vorteile sind die geringere Baubreite (die sich augenblicklich nicht nutzen lässt) sowie der geringere Rollwiderstandsbeiwert mit Verbrauchsreduktion im Bereich bis zu drei Prozent. Nach bisherigen Erfahrungen liegt die Laufleistung unter der eines vergleichparen Zwillingsreifens. Ein weiteres Problem ist die fallweise nicht vorhandene Ausfallsicherheit, die machne Hersteller über einen Zusatzring im Inneren kompensieren.
Synchronisation Bei der internen Synchronisation synchronisierter Getriebe sorgt ein der Schaltmuffe vorgelagerter Synchronring aus Messinglegierung für eine Drehzahlangleichung der Gangräder. Der Synchronring erzeugt Reibung zwischen Gangrad und Vorgelegewelle. Dies gleicht die Drehzahl an, bis die Schaltmusse schliesslich hineinrutschen kann.

(C) 2009 René Schneeberger