Logo

HomeForumGalerieBerichteTechnikLinksImpressum

Technik

A

  Stralis
ABA DerActive Brake Assist (ABA = Notbrems-Assistent) baasiert auf dem Radarsystem der Telligent-Abstansregelung von Mercedes-Benz. ABA leitet bei akuter Gefahr eines Auffahrunfalls selbständig eine Vollbremsung ein. Das System nutzt die Radarsensoren des Abstandstempomat, die im Bereich zwischen 7 bis 150 Metern vor dem LKW fahrende Hindernisse erkennen und fortlaufend deren Differenzgeschwindigkeit ermitteln. Ist bei unveränderter Verkehrssituation ein Unfall unvermeidlich, wird der Fahrer erst optisch gewarnt. Bei unmittelbarer Kollisionsgefahr leitet ABA eine Teilbremsung mit 30 Prozent ein. Reagiert der Fahrer immer noch nicht, erfolgt eine Vollbremsung.
ABC Active Body Control (Aktives Fahrwerk). Hydraulisch geregelte Stellzylinder in den Federbeinen beeinflussen programiert Nick-, Schwank- und Hubbewegungen der Karosserie. Das Ziel: verbesserter Fahrkomfort und Strassenlage.
ABS Das Antiblockiersystem (ABS) wirkt der Blockierung der Räder bei Nässe, Schnee und Eis durch Regelung des Bremsdrucks in kurzen Intervallen entgegen. Es bewirkt keine Verkürzung des Bremsweges (der kann sich sogar verlängern), sondern sorgt dafür, dass ein Fahrzeug steuerbar bleibt und nicht ausbricht. Seit 1987 sind alle Reisebusse mit ABS ausgerüstst. Seit Januar 1991 dürfen LKW mit über 3,5t zulässigem Gesammtgewicht und Busse mit mehr als acht Sitzplätzen nur noch mit ABS zugelassen werden.  
ACC Adaptive Cruise Control (AAC) überwacht mit einem Radar-Sensor den Bereich vor dem Fahrzeug und hält automatisch den richtigen Abstand. Aus den reflekierten Signalen berechnet AAC Richtung, Entfernung und Relativgeschwindigkeit vorausfahrender Fahrzeuge. Fährt ein langsameres Fahrzeug in der eigenen Fahrspur, passt es die Geschwindigkeit an und hält den eingegebenen Abstand. Dazu verzögert AAC durch Gaswegnahme oder einsatz der Bremse. Ist die Spur wieder frei, beschleunigt das Fahrzeug auf den vorher vom Fahrer eingestellten Tempomatwert. Auch in kurven erkennt AAC, welches Fahrzeug für die Geschwindikeitsregelung entscheidend ist.  
AFS Durch das Adaptive Schweinwerfersystem (AFS) wird die Ausleuchtung der Strasse der Geschwindigkeit und den jeweiligen Fahrsituationen angepasst und so dem Fahrer ermöglicht, Hindernisse noch besser zu erkennen und rechtzeitig ndarauf zu reagieren.  
AP-Achse Die Aussenplanetenachse (AP-Achse) verfügt über ein Planeten(rad)getriebe mit drei meist koaxial angeordneten Wellen. Die grundlegende Bauart besteht aus einem Zahnradsatz, der von innen nach aussen aus dem Sonnenrad, den von dem Planetenträger (auch "Steg" genannt) getragenen Planetenrädern und dem Hohlrad mit Innenverzahung besteht. Planetengetriebe ermöglichen grosse Übersetzungsstufen und grosse Drehmomente, da die mehrfachen Planeten die Leistung teilen und übertragen.  
ASR
Die Antischlupfregelung- umgangssprachlich auc Traktionskontrolle oder Antischlupfregelung- sorgt dafür, dass die Räder beim Beschleunigen nicht durchdrehen. Droht ein zu starker Schlupf der Antriebsräder, wird das Antriebsrad durch gezielten Brems- oder/und Motormanagementeingriff reguliert. Das System erhält seine Informationen unter anderem von den ABS Radsensoren und gewährleistet Traktion und Fahrstabilität während der Beschleunigungsphase. In engen Grenzen (Anfahren) kann ASR die Funktion eines Sperrdiffernetials übernehmen.  
Auspuffklappenbremse Motorbremse, die durch eine Magnetventilbetätigte Klappe die auspuffleitung verschliesst. Gleichzeigtig stellt die Einspritzpumpe auf Nullförderung. Diese Variante ist bei LKW und Bus die gängigste Zusatzbremse. Die Bremsleistung je Liter Hubraum beträgt rund 14 bis 20kW.  
Automatikgetriebe Ein Automatikgetriebe setzt sich aus einer unterschiedlichen Anzahl und Kombinationen von Planetengetrieben zusammen. Anders als beim Doppelkupplungsgetriebe sind keine zusätzlichen Synchronisationselemente erforderlich, alle Schalt- und Kupplungsvorgänge erfolgen mit Lamellenkupplungen und Bremsbändern. Die kraftschlüssige Verbindung der einzelnen Planetengetriebsstufen 8Planetensätze) mit dem Ein- und Abgangswellen erfolt ebenfalls mittels Lamellenkupplungen oder Bremsbändern. Automatikgetriebe verwenden in der Regel einen Drehmomentwandler als Anfahrkupplung. Typisches Beispiel im Nutzfahrzeug sind die meist bei Kommunalfahrzeugen verwendeten Allison-Automatikgetriebe.  
Automatisiertes Schaltgetriebe Ein manuelles Wechselgetriebe, dessen Schaltmechnaismus automatisiert wurde. Beispiele sind: AS-Tronic (DAF), Eurotronic (IVECO), Tipmatic (MAN), Powershift (MERCEDES), Optidriver (RENAULT), Opticruise (SCANIA) und I-Shift (VOLVO).  
AWD All Wheel Drive (AWD = Allradantrieb) ist eine Antriebsart, bei der die Motorkraft eines Fahrzeugs auf alle alle bodenberührenden Räder übertragen wird. Allradantriebe kann man in zwei Grundtypen einteilen: -Differnenzialgestuerte oder permanente Allradantriebe mit Zentraldifferential (Längs- und/oder Mittendifferenzial), welches die Antriebsleistung permanent auf beide Aches aufteilt. -Kupplungsgesteuerte (zuschaltbare) Allradantriebe, die nur eine Achse permanent antreiben. Die andere Achse Achse wird über eine Kupplung (Klauen-, Visco-, Fliehkraft- oder Reiblamellenkupplung) zugeschaltet. Ein allradantrieb erfordert zwei Achsdiffernziale (beim Permanent-Allrad mit einem Längsdifferenzial verbunden). Vor allem beim LKW sind noch zusätzliche Sperren des hinteren Quer- oder des Längsdifferenzials möglich. Speziell bei Lastwagen kommen oft auch Varianten mit mehr als zwei Achsen vor. Um kenntlich zu machen, wie viele Achsen bzw. Räder angetrieben werden, hat sich die folgende Schreibweise etabliert: Zahl der Räder x Zahl der angetriebenen Räder (z.B.: dreiachsiger Allrad-Baustellen-LKW = 6x6; dreiachsige Sattelzugmaschine mit zwei angetriebenen Hinterachsen = 6x4).  

 

(C) 2009 René Schneeberger